17/10/2019
Un'anteprima sul PERCHé di Ethical Jewels...
Ci trovate allo stand 117 presso Fa' La Cosa Giusta Trento!!
„Morgenstund hat Gold im Mund…. Und Gold im Mund ist ungesund” denkt so mancher….
Dabei stimmt das gar nicht, Gold ist durchaus verdaulich. So wird das Edelmetall in der Lebensmittelbranche dazu verwendet, Desserts, Drinks und andere Speisen zu dekorieren. Dabei kommt ein Gemisch aus Gold und Milchprotein zum Einsatz, das sich kaum von Blattgold unterscheidet.
Tatsächlich ist Gold nicht nur beliebt als Schmuck und Luxusgut, es wird auch in der Elektronik und Mikroelektronik eingesetzt und ist zudem eine der besten Wertanlagen. Es ist krisensicher und hat in den letzten Jahren extrem an Wert gewonnen. Der hohe Marktpreis führt zu einer stark steigenden Förderung. Allein in der Schweiz, zentrale Drehscheibe im globalen Goldmarkt wurden 2016 insgesamt über 2700 Tonnen zur Weiterverarbeitung importiert. Dabei spielt auch der Import von Gold aus illegalen Quellen und von Produzenten, die in Menschenrechtsverletzungen oder großen Umweltschäden involviert sind, eine große Rolle.
Zur Zeit stammen ungefähr 15 Prozent der Goldproduktion aus kleinen Bergwerken. Trotz der geringen Menge des geförderten Goldes sind 90 Prozent der Minenarbeiter weltweit in diesem Bereich tätig. Über 150 Millionen Menschen (Mineure und deren Familien) leben heute vom Kleinbergbau und sind somit von den obengenannten Punkten betroffen.
DER HERKOEMMLICHE GOLDABBAU
Die Goldminen befinden sich hauptsächlich in Entwicklungsländern in Asien, Südamerika und Afrika. Dort wird das geförderte Gold vorwiegend mit der Zyanid-Methode abgebaut. Ein weiteres Verfahren der Goldgewinnung ist das Waschen von Flusssand mit Quecksilber, das Amalgamverfahren.
Das Ergebnis sind zerstörte, unfruchtbare Landschaften und vergiftetes Wasser.
Doch nicht nur die ökologischen Schäden sind immens, nach Schätzungen der UN sterben jedes Jahr 15.000 Menschen an den Folgen der Goldgewinnung, Zehntausende werden jedes Jahr vertrieben, um Platz für Minen zu schaffen. Trotzdem ist in Zukunft nur mit einem weiteren Anstieg der Förderung zu rechnen.
Bekanntlich sind die kritischen Punkte im Goldabbau:
• Schürung von Konflikten
• Kinderarbeit
• Umweltverschmutzung
• Verantwortungsloser Einsatz von Quecksilber und Zyanid
• Gesundheit und Sicherheit der Arbeiter
• Chancenungleichheit
• Wirtschaftliche Ausbeutung
• Auswirkungen auf die Gesellschaft
DIE ALTERNATIVE
Mit dem Ziel die Kleinbergleute zu unterstützen und die Nachhaltigkeit dieser Wertschöpfungskette von der kleinen Mine bis hin zum Markt zu stärken, ist 2004 die Alliance for Responsible Mining (ARM) gegründet worden. Sie geht davon aus, dass diese Minen mit der entsprechenden Unterstützung und Förderung die besten Voraussetzungen für einen positiven Einfluss auf Gesellschaft und Umwelt haben.
In diesem Sinne hat ARM den Fairmined Standard entwickelt. Dabei werden alle Aspekte des verantwortungsvollen und nachhaltigen Bergbaus, inklusive der aktuellen Gesetzgebung in den jeweiligen Ländern berücksichtigt. Dies wurde sichergestellt, indem der Standard in offenen Foren diskutiert und entwickelt und die gesamte Produktionskette (Kleinbergleute, Goldindustrie, Regierungen und Zivilgesellschaft) in dessen Entstehung eingebunden wurde.
FAIRMINED STANDARD
ARM vereint kleine Minen, in welchen handwerklich gearbeitet wird. Es handelt sich dabei um Genossenschaften, die von den Arbeitern selbst geführt werden. Beim Goldabbau wird dort unter Berücksichtigung der Rechte und Sicherheit der Arbeiter und mit für die Umwelt tragbaren Abbaumethoden gearbeitet. So kann durch den Fairmined Standard die Situation von Kleinbergleuten und deren Umfeld zum Positiven verändert werden.
Für die handwerklichen Kleinbergbauorganisationen beinhaltet der Standard die Anforderungen des verantwortungsvollen Agierens, des formellen und legalen Bergbaus, des Umweltschutzes, des Bereitstellens guter Arbeitsbedingungen, der Nachverfolgbarkeit der Fairmined Mineralien und die sozioökonomische Entwicklung durch die Fairmined Prämie. Die Genossenschaften werden technisch und organisatorisch unterstützt, um einen nachhaltigen Goldabbau umzusetzen und Marktzugang zu erreichen.
Außerdem werden Marktmodelle und Anforderungen für die Marktteilnehmer, die Fairmined Unternehmer, ausgelegt.
Die wichtigsten Kriterien für den nachhaltigen Goldabbau betreffen:
Organisationsentwicklung
• Keine Verbindungen zu Konfliktsituationen
• Anreiz und Belohnung von verantwortungsvollen Unternehmermodellen
• Garantierter Mindestpreis
• Zusätzliche Prämie zur Verbesserung von Lebens- und Arbeitsbedingungen
• Gestärkte und legale Organisation
• Stabilere Handelsbeziehungen
Soziale Entwicklung
• Keine Verbindungen zu Konfliktsituationen
• Keine ausbeuterische Kinderarbeit
• Sicherere und stabile Arbeitsplätze
• Fördert Gleichberechtigung
• Goldgewinnung durch und für die lokale Gemeinschaft
Umweltschutz
• Unterstützung des Kleinbergbaus
• Verantwortungsvoller und minimaler Gebrauch von Chemikalien
• Schutz der Gewaesser
• Positive Umweltbilanz
Regelmäßige Audits durch Drittunternehmen dienen zur Aufrechterhaltung der Zertifizierung und fordern die Kleinbergbauorganisationen dazu auf, kontinuierlich am sozialen Wandel und Umweltschutz weiterzuarbeiten.
FAZIT
Gold ist Gold. Allerdings werden bei der Fairmined Zertifizierung im Gegensatz zum traditionellen Goldhandel die Quellen offen gelegt und beim Goldbezug eine rigorose und transparente Sorgfaltsprüfung angewendet.
Das mag keine Sofortlösung für ein sehr komplexes und weittragendes Thema sein, es gibt aber Änderungen in Gesetzgebung und ein immer größeres Bewusstsein in Medien und bei den Konsumenten. Der Wandel wird zwar nicht von heute auf morgen passieren, doch in der Goldindustrie selbst wird der Wunsch nach Veränderung und einer Produktionskette auf welche man stolz sein kann immer stärker.
Ob wir in Zukunft unsere Desserts mit Fairmined Gold verzieren werden bleibt dahingestellt.
In der Elektronik und bei der Herstellung von Uhren und Schmuck hingegen wird das nachhaltig abgebaute Gold immer öfter eingesetzt.
Francesco Belloni ist seit 2009 der Vorreiter der Verarbeitung von nachhaltig abgebautem Gold in Italien. Seine handwerklich gefertigten Schmuckstücke werden unter dem Label Ethical Jewels vertrieben und wir sind sehr stolz darauf, diese Linie als einzige in der Region zu führen: Schmuck und Eheringe aus Fairmined Gold. Wer sich diese ansehen oder mehr zu diesem Thema erfahren möchte, kann jederzeit gerne mit uns in Kontakt treten!