Machart
Die Arundos Manufaktur fertigt Blätter nach traditionellen Grundsätzen weitgehend in Handarbeit. Dabei lässt Arundos den Blättern zwischen den Arbeitsgängen ausreichend Zeit, verbliebene Spannungen im Holz abzubauen. Diese Vorgehensweise ist im Zeitalter der Massenproduktion zwar ungewöhnlich und manche halten es für Luxus. Arundos empfindet es jedoch als Notwendigkeit. Schließlich ist
es die Voraussetzung dafür, dass sicher jeder bei Arundos die klangschönsten und haltbarsten Blätter seines Musikerlebens findet. Auch bei den Maschinen ist Arundos eigene Wege gegangen, bewährte Tradition wird mit moderner Forschung verbunden. Arundos hat sich aus gutem Grund für das althergebrachte Hobeln des Blattausstichs entschieden. Ein Vorteil für Sie: nach Meinung vieler Musiker sind die besten Blätter solche, die nach traditioneller Art gehobelt und nicht gefräst wurden. Der Techniker spricht vom linearen Spanen im Gegensatz zum Umfangsfräsen. Roland Fischer von der Technischen Universität Dresden in seiner Forschungsarbeit zum Thema „Verbesserung der Oberflächenbearbeitung von Holz mit geometrisch bestimmten Schneiden durch lineare Schnittbewegung“: „Verfahren, die das lineare Spanen benutzen um Holzoberflächen zu bearbeiten, bieten eine Reihe von Vorteilen gegenüber dem konventionellen rotatorischen Fräsverfahren. Das sind vor allem Vorzüge in Bezug auf die Oberflächenbildung, den Schneidenverschleiß und das bedeutend günstigere Emissionsverhalten (Staub, Lärm).“
„…vor allem die erzielbaren Oberflächenqualitäten, die von dem Umfangsfräsverfahren unerreicht bleiben werden, sind ein Argument, diesem Verfahren den Vorzug zu geben.“
„Durch verstärkten Freiflächenverschleiß beim Umfangsfräsen wird eine Verdichtung der oberen Bereiche der erzeugten Fläche hervorgerufen. Dadurch erfolgt eine Zerstörung der oberen Zellschichten in ihrem Aufbau….mit fortschreitendem Verschleiß steigt die Verdichtung der Oberfläche. Die Qualität der Oberfläche sinkt.“
Das Hobeln des Blattausstichs ist in Frankreich heute noch das vorherrschende Verfahren. Schon vor über hundert Jahren ließ der Würzburger Professor Johann Sobeck (1831 – 1916) solche Hobelmaschinen bauen. Auf ihnen kann man heute noch hervorragende Blätter bauen. Ein moderner Nachfolger der „Sobeck“-Hobelmaschine sorgt bei Arundos heute für feinste Hobeloberflächen und minimale Fertigungstoleranzen von 0,01 bis 0,02 mm. Halbautomat mit pneumatischer Werkstückfixierung und digitaler Steuerung. Baujahr 2008. Eine konstante Raumluftfeuchtigkeit über das ganze Jahr hinweg ist eine wichtige Voraussetzung für gleichbleibende Blattqualität. Luftbefeuchter sorgen für eine ständige Luftfeuchte von 60% in allen Produktionsräumen.Auch auf das Finish kommt es an. Die Qualität von Arundos kann man nicht nur hören, sondern auch fühlen: durch ein spezielles Oberflächenverfahren entstehen Blätter, die so glatt sind wie ein fein poliertes Möbelstück und dies auch bleiben. Manufaktur
All unser Wissen und Erfahrung für den guten Ton. Jahrhundert bezeichnet der Begriff Manufaktur ein Unternehmen, das erstklassige Produkte nach überlieferten Handwerkstechniken herstellt. Arundos fühlt sich dieser Tradition verpflichtet. Deshalb stellen wir unsere Blätter nach strengen Richtlinien her. Fertigung überwiegend in Handarbeit. Verwendung von hochwertigem, ökologisch einwandfreiem Rohrholz. Die komplette Herstellung vom Rohrholz bis zum fertigen Blatt in traditioneller, aufwändiger Handarbeit. Optimale Blaseigenschaften, angepasst an Ihre Mundstückbahn, durch unsere speziellen Blattschnitte. Umweltverträgliche Herstellungsprozesse und konsequente Vermeidung aufwändiger und die Umwelt unnötig belastender
Verpackungsmaterialien insbesondere aus Kunststoff. Unsere Verpackung aus Kartonage hat eine hervorragende Ökobilanz und schützt das Blatt gleichzeitig perfekt vor Beschädigung. Im eigenen Kachelofen sorgen die bei der Produktion anfallenden Holzabfälle für eine wohlige Atmosphäre. All dies ist unser Schlüssel zur Qualität: So hat Arundos jede Phase vom ersten bis zum letzten Arbeitsschritt voll unter einer strengen Qualitätskontrolle. Und das zahlt sich für Sie aus. Garantiert! Die Arundos Blättertradition
Alles begann damit, dass Konrad Ossig vor über dreißig Jahren Klarinettenblätter vermaß und deren Kurvendiagramme akribisch auf Millimeterpapier zeichnete. Damals beschloss er, das Blättermachen in die eigene Hand zu nehmen. 1982 entwarf der inzwischen diplomierte Orchesterklarinettist Konrad Ossig eine erste elektrisch betriebene Blättermaschine nach eigenen Vorstellungen:
Von diesen ersten Schritten bis zum heutigen Erfolg war es ein langer Weg. Heute sind Arundos – Blätter weltweit in ausgewählten Fachgeschäften und in unserem Onlineshop erhältlich. Eine Sammlung von mehr als 80 Musikinstrumenten, hauptsächlich Klarinetten und Saxophone, ist Teil unserer Leidenschaft für die Musik. Die Arundos – Manufaktur ist ein Familienbetrieb, in dem Tradition und neue Ideen Hand in Hand gehen. Handwerkliche Machart steht im Mittelpunkt
Das Arundoslogo bekommt kein Arundosblatt geschenkt – dieses Qualitätsprädikat muss es sich redlich verdienen. So durchläuft es in der Produktion bis zu 15 Arbeitsschritte und muss anschließend eine strenge Qualitätsprüfung bestehen. Dabei kommt kein Blatt durch, das nicht überzeugt. Nur so entste hen Blätter, die vom ersten Ton an begeistern – und an denen Sie lange ihre Freude haben. Blätter, die so hohe Anforderungen wie die Arundos – Blätter erfüllen müssen, stellen auch an die Menschen, die sie herstellen und verkaufen, hohe Ansprüche. Das liegt bei Arundos in der Familie. Konrad Ossig ist verantwortlich für den Einkauf hochwertiger Rohrholzqualitäten und die handwerkliche Produktion der Blätter, während Bärbel Ossig dem weltweiten Vertrieb, Marketing und Service vorsteht. Ihr Können und ihre Erfahrung sind die beste Voraussetzung dafür, dass bei Arundos keine Massenblätter gefertigt werden, sondern Blätter, die auf traditionellem Handwerk, strengsten Qualitätsmaßstäben sowie höchsten künstlerischen Ansprüchen basieren – uns dass im Familienunternehmen Arundos Tradition und Innovation Hand in Hand gehen.