17/05/2026
KI und Kinderbuch passen nicht zusammen.
Auch wenn Künstliche Intelligenz zunehmend unseren Alltag bestimmt, gibt es Fähigkeiten, die sie niemals lernen wird: Kreativität, Emotionalität, Empathie, Spontaneität. Fähigkeiten, die uns unverkennbar zu Menschen machen und wesentlich für die Entwicklung unserer Kinder sind. Fähigkeiten, die KI bestenfalls nachahmen, aber niemals verstehen wird. Fähigkeiten, für die wir keine künstliche Intelligenz benötigen!
Warum sollte eine Maschine unseren Kindern erklären, wie Gefühle aussehen? Wie sich Wut und Trauer anfühlen? Wie es im Bauch kribbelt, wenn man einfach vollkommen glücklich ist? Wie es wirklich ist, mit anderen mitzufühlen? Warum sollten wir uns von einer Maschine Erziehungstipps geben lassen? Warum sollten wir die unerschöpfliche menschliche Kreativität durch eine Maschine ersetzen, die nicht in der Lage ist, Neues entstehen zu lassen? Eine Maschine, die stumpf kopiert, sich mit der Kunst menschlicher Autor*innen, Illustrator*innen und Verlage schmückt und deren Lebensgrundlage stiehlt?
Vor einigen Tagen ist in unserer lokalen Tageszeitung ein langer und lobender Artikel über eine Frau erschienen, die mithilfe Künstlicher Intelligenz Texte, Illustrationen und multimediale Inhalte für Kinderbücher generiert, die Gefühle erklären sollen und die sie online und im lokalen Buchhandel verkauft. Bücher über einen kleinen Drachen, der seine Emotionen kennenlernt. Kommt euch bekannt vor? Uns auch. Zeitung und Onlinehändlerin haben sich nicht im Geringsten mit dem Thema Kinderbücher und KI beschäftigt, nichts von den Kämpfen gehört, die unsere Branche auf emotionaler, inhaltlicher und finanzieller Ebene um das Kulturgut Kinderbuch führt.
Deshalb sagen wir noch einmal laut und deutlich: KI und Kinderbuch passen nicht zusammen.
Wer mehr erfahren möchte, kann uns oder unsere Autor*innen und Illustrator*innen jederzeit fragen – von Mensch zu Mensch.
Susanne Philippi & Florian Schwarz
Buchfink Verlag
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