Mystischer Bayerischer Wald

Mystischer Bayerischer Wald Brauchtum, Sagen und wissenswertes aus dem Bayerischen Wald
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11/08/2026

Fast jeder kennt sie, die Legende von der weißen Frau, die entweder am Straßenrand wartet oder bei so manchem auch schon mal auf der Rücksitzbank im Auto Platz genommen hat und ein Stückchen mitgefahren ist...

Anlässlich des "internationalen Tags gegen Hexenwahn" (10. August) blicken wir noch einmal auf folgende Story aus unserem Hog'n-Archiv zurück:

--> FB-Viral-Hit: Sepp Probst und die „weiße Frau bei Chamerau“ --> jetzt zum Nachlesen via www.hogn.de --> https://t1p.de/686ns

Das HaarhausweiberlIst eine Art Hexe, die sich in den verrufenen Brechhäusern in der Nacht herumgetrieben hat. Brechhäus...
10/08/2026

Das Haarhausweiberl

Ist eine Art Hexe, die sich in den verrufenen Brechhäusern in der Nacht herumgetrieben hat. Brechhäuser waren Häuser in denen Flachs gebrochen wurde, diese standen immer außerhalb des Dorfes, da hier die Brandgefahr ziemlich hoch war. Wenn dann am Abend die Menschen diese Brechhäuser verließen, zogen dort die Teufel und Hexen ein und vergnügten sich.

Eine der schlimmsten Hexen war das Brechhausweiberl.
Der Name Haarhausweiberl kommt davon, dass die Brechhäuser
auch teilweise Haarhäuser genannt wurden, weil dort auch das Haar gesponnen wurde. Diese war von den Dorfbewohnern so gefürchtet, dass sie es nicht wagten, um Mitternacht auch nur in die Nähe des Brechhauses zu gehen.

Es gibt Sagen, dass den Menschen, die sich doch in dieses Brechhaus nach Mitternacht getraut hatten, die Haut abgezogen und über ein Stangerl zum Trocknen aufgehangen wurde. Diese Menschen sind dann spurlos verschwunden. Nur noch das Lachen des Brechhausweiberl hatte man hören können.

Nun der Vergleich zu Bloody Mary von Hollywood, hier sagt man ihren Namen dreimal vor dem Spiegel und dann soll sie erscheinen. Auch von dem Haarhausweiberl geht die Sage um, wenn man an ein Brechhaus geht und dreimal "Haarhausweiberl komm heraus" sagt, wird sie erscheinen. Brechhäuser gibt es heutzutage nicht mehr, da keiner mehr Flachs bricht. Wer will, kann es aber trotzdem mal zu Hause probieren und dreimal: „Haarhausweiberl komm heraus“ sagen.

10/08/2026
Junger Mann sieht die DrudEin junger Mann aus Neukirchen b. Hl. Blut arbeitete als Zimmerer in einer Baufirma, welche se...
09/08/2026

Junger Mann sieht die Drud

Ein junger Mann aus Neukirchen b. Hl. Blut arbeitete als Zimmerer in einer Baufirma, welche sehr oft auf Montage in München war. So musste auch dieser Mann oft in München arbeiten. In der Nacht schliefen die Arbeiter in extra angemieteten Containern. Für den Mann war dies nichts Besonderes mehr, da er schon oft von seiner Firma nach München geschickt wurde. Es war gutes Geld, was er immer gebrauchen konnte. Eines Nachts wurde der Mann wach, da ihm das Atmen schwer viel, es war als sitze jemand auf seiner Brust und er müsste beim Ein- und Ausatmen ein schweres Gewicht heben. Zu seiner Verwunderung konnte er weder die Augen öffnen noch ein anderes Körperteil bewegen. Immer stärker wurde der Druck und immer schwieriger wurde es für ihn, einzuatmen. Er war sich sicher, dies nicht mehr lange durchzuhalten, da war der Druck auf einmal verschwunden. Als er die Augen öffnete, sah er vor seinem Bett eine schwarze Gestalt, welche gerade zur Tür ging. Er schlug mit dem Fuß nach dem Wesen, aber sein Fuß glitt hindurch, wie wenn er in einen Nebel geschlagen hätte. Er war sich sicher, dass ihn die Drud heimgesucht hatte, dieses Wesen kannte er aus den Erzählungen in seiner Heimat. Am Morgen rief er seine Mutter an und erzählte ihr von dem Vorfall und fragte sie, wie er sich schützen könnte. Seine Mutter sagte ihm, er soll einen gezeichneten Drudenstern ans Bett hängen, dann könnte ihm die Drud nichts mehr anhaben. Der Mann befolgte diesen Ratschlag und wurde seitdem nie mehr von der Drud heimgesucht.

09/08/2026

Der Drache vom Silberberg

Feurige MännerEs gibt viele alten Geschichten über diese menschengroßen Gestalten, sie sollen entweder am ganzen Körper ...
08/08/2026

Feurige Männer

Es gibt viele alten Geschichten über diese menschengroßen Gestalten, sie sollen entweder am ganzen Körper glühen oder mit Flammen übersät sein. Einige sagen, dass nur die Augen wie Feuer glühten. Böses haben die feurigen Männer den Menschen, die sie beobachtet haben, nicht angetan, sie gelten eher als Unglücksboten, die auf ein baldiges Feuer hindeuten. So werden diese feurigen Männer oft einige Tage vor großen Feuern, wie ein Waldbrand oder wenn ein ganzes Gehöft abbrennt, gesehen. Ob sie selber den Brand legen oder uns davor warnen wollen, ist nicht genau überliefert, da gehen die Erzählungen auseinander. Die einen geben den Feuermännern die Schuld, bei anderen kam raus, dass ein Mensch angezündet hat und wahrscheinlich der Feuermann warnen wollte.

Das Feuer war für die Menschen immer schon ein Mysterium, manchmal wollte es nicht anbrennen, egal was man machte, es glimmte nur so dahin. Wiederum brannte es aber sehr schnell, ohne das Zutun eines Menschen, wie zum Beispiel wenn sich feuchtes Heu entzündet.
Das Feuer wurde fast schon als Lebewesen angesehen, es frisst alles, was ihm in den Weg kommt, es brennt stark, dann wieder schwach, wenn man zu lange ins Feuer sieht, glaubt man Gestalten oder Gesichter darin zu entdecken. Es brennt ganz unterschiedlich, züngelt und raucht, so dass man meint das Feuer spielt. Wenn das Feuer gelöscht war, brach es Stunden später wieder aus und war schlimmer als zuvor. Das Feuer war der Freund und zugleich der schlimmste Feind des Menschen.

Die Bücher von Mystischer Bayerischer Wald, bei Interesse einfach per Nachricht melden.
08/08/2026

Die Bücher von Mystischer Bayerischer Wald, bei Interesse einfach per Nachricht melden.

Der TeufelIm Bayerischen Wald durfte man den Teufel nicht beim Namen nennen, man glaubte, wenn man Teufel sagt, dann bes...
07/08/2026

Der Teufel

Im Bayerischen Wald durfte man den Teufel nicht beim Namen nennen, man glaubte, wenn man Teufel sagt, dann beschwört man ihn herbei oder er wird auf einen aufmerksam. So ließen sich die Waidler viele andere Namen für den Teufel einfallen, wie zum Beispiel: der Namenlose, der Andersell, der Gehörnte, der grüne Jäger (da er in Sagen oft als junger, hübscher Jäger mit grünem Hut gesehen wurde, der die jungen Mädchen verführt), der Herndlmeier, der Goaßfüssad, der Schwarz oder der Unaussprechliche.
Der Teufel im Bayerischen Wald wird aber nur selten als böser Verführer dargestellt, sondern mehr als Bestrafer, wenn jemand gegen Gottes Gebote verstößt – wie zum Beispiel beim Kartenspielen an Tagen, wo dieses verboten war, wie Karfreitag oder Allerheiligen. Oder auch wenn jemand nicht in der Kirche ist an hochheiligen Tagen, wie in der Osternacht oder Christmette. Am Fronleichnamstag treibt er sich im Wald herum. Wehe, ihm begegnet hier jemand, der nicht an der Prozession teilnimmt. Wenn die Männer sich zu lange im Wirtshaus aufhalten, wird er ihnen auf dem Heimweg auflauern oder er geht ins Wirtshaus, wo ihn dann alle an seinen Geißfüßen erkennen und schnellstens das Weite suchen.
Von selber bietet er keinem seine Dienste an, nur wer ihn beschwört, mit dem schließt er seinen teuflischen Pakt, wie zum Beispiel mit Hexen oder jemandem, der ein Schwarzbüchl haben möchte. In der Sterbestunde von einem, der beim Teufel in der Schuld steht, wird ein Sturm aufkommen und mit diesem Sturm reitet der Teufel und holt sich dessen versprochene Seele und wird sie mit in die Hölle nehmen.
Bestimmte Orte gehören zu bestimmten Zeiten dem Teufel, kein Mensch hat an diesen Orten um diese Zeit was zu suchen. Wie zum Beispiel früher die Brechhäuser, diese durften ab Mitternacht von keinem Menschen mehr besucht werden, da hier der Teufel Herr war. Wer es trotzdem probierte, kam ganz verängstigt oder gar nicht mehr zurück. Auch die Rauhnächte gehören ihm, kein Mensch hat nach dem Abendläuten mehr was im Freien zu suchen. Wenn ein Tanz ist in der staaden Zeit, wird sich der Teufel unter die Tanzenden mischen und sich ein Opfer holen.
Ab und zu hörte man Geschichten, wo der Teufel in der Nacht Wanderern oder Fuhrleuten auflauerte. Er sagte ihnen, dass sie jetzt ihm gehören, weil die Nacht sein ist. Aber sie antworteten ihm, dass doch Maria, Josef und Jesus auch in der Nacht gegangen sind und mit diesem Satz fuhr der Teufel mit Rauch und Gestank wieder zurück in die Hölle. Die Menschen, die in der Nacht verschwunden sind, haben dem Teufel wahrscheinlich nicht mit dieser Erklärung geantwortet.

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