14/06/2026
Wenn ich so zurückdenke an all die Jahre und an alles, was ich schon erlebt, ausprobiert, verbockt und mit einer ordentlichen Portion Glück überstanden habe, dann komme ich zu einem überraschend versöhnlichen Ergebnis. Die wirklich unangenehmen Geschichten sind nämlich längst in einem wohltätigen Nebel verschwunden, und genau das war vermutlich das größte Geschenk, das mir mein eigener Kopf jemals gemacht hat.
Das gilt ganz besonders für die beachtliche Liste an Wehwehchen, Diagnosen und Krankheiten, die sich im Laufe der Zeit bei mir die Klinke in die Hand gegeben haben. Was da alles schon war, würde locker mehrere Wartezimmer füllen, und ich bin von Herzen froh, dass die Hälfte davon mittlerweile irgendwo zwischen alten Befunden und seligem Vergessen abgelegt ist. Manche Nächte mit Schmerzen, manche Schrecksekunde beim Arzt und manch wackeliger Moment haben sich höflich verabschiedet, ohne dass ich ihnen groß hinterhertrauere.
Es gibt Phasen in meinem Leben, an die würde ich mich heute auch nicht mehr im Detail erinnern wollen, schlicht weil mein Gehirn so gnädig war, sie für mich auf Nimmerwiedersehen wegzuräumen. Dafür bin ich dankbar, denn ein bisschen Vergesslichkeit hat mir mehr schlaflose Nächte erspart als jeder noch so gute Ratschlag und jede teure Salbe zusammen.
Wer mit einem Augenzwinkern durchs Leben stolpert, sich nicht an jeden Fettnapf und schon gar nicht an jede Diagnose klammert, der lebt einfach um einiges leichter. So betrachtet bin ich gerade erstaunlich gut aufgestellt, und das mit einem Lächeln, das offensichtlich robuster ist als so manches, was mein Körper sich im Laufe der Zeit ausgedacht hat.
DAS GEHEIMNIS EINES GLÜCKLICHEN LEBENS: SINN FÜR HUMOR UND EIN SCHLECHTES GEDÄCHTNIS 🤘🏻