Zoo Zajac

Zoo Zajac https://www.thepetfactory.de Bis zum Frühjahr 2025 präsentierte Zoo Zajac auf über 12.000 qm Verkaufsfläche eine unübertroffene Auswahl an Tierzubehör.

Zoo Zajac – die offizielle Facebookseite

Willkommen auf der FB - Seite des ehemals größten Zoofachgeschäft der Welt

Im November 2004 wurde Zoo Zajac in Duisburg-Neumühl eröffnet und war seitdem unbestritten das größte Zoofachgeschäft der Welt. Offiziell bestätigt wurde dieser Status 2004 durch das Guinness World Records Unternehmen welches Zoo Zajac mit seinen damals noch 8.000 qm Verkaufsfläch

e ins Guinness Buch der Rekorde aufnahm. Die beeindruckende Tierpräsentation und vor allem die Artenvielfalt machenten das Zoofachgeschäft zu einem wahren Allwetterzoo. Alle Tiere wurden bei Zoo Zajac artgerecht und den Tierbedürfnissen angepasst untergebracht. Die Tiergehege waren großräumig und liebevoll bis ins Detail ausgestaltet. So konnte sich der interessierte Tierhalter schon bei der Besichtigung der Verkaufsgehege von einer artgerechten und zeitgemäßen Tierhaltung inspirieren lassen. Zoo Zajac legte als Zoofachgeschäft großen Wert darauf, Fachpersonal zu beschäftigen. Neben drei fest angestellten Tierärztinnen arbeiteten eine Tierheilpraktikerin, 4 Biologen und über 10 Tierarzthelferinnen und gelernte Tierpfleger im Geschäft. Alle Mitarbeiter wurden regelmäßig geschult. Dieses geschah sowohl auf Seminarveranstaltungen im Haus oder bei externen Schulungen, Seminaren und Kongressen. Nur geschultes und sachkundiges Personal kann dem zukünftigen Tierbesitzer das notwendige Fachwissen für die Haltung seiner Schützlinge vermitteln und kompetent beraten. Als zusätzlichen Service für unsere Kunden wurden alle größeren Säugetiere, Reptilien und Vögel von einer Tierärztin klinisch untersucht bevor sie in ihr neues zu Hause kamen. Jeden Tag der Woche und an den Wochenenden vom frühen Morgen bis spät abends waren die Tierpfleger unter ständiger tierärtztlicher Kontrolle für unsere Schützlinge da. Zajac legte großen Wert auf Kompetenz in allen Belangen des Umganges mit Tieren, auch privat waren die meisten Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen begeisterte Tierfreunde, die sich auch bundesweit in Verbänden, Vereinen sowie im Tierschutz engagieren. Es fanden regelmäßig im Haus kostenlose Seminare und Vortragsveranstaltungen für alle interessierten Tierbesitzer und -interessenten statt, bei denen national und international bekannte Referenten ihr Wissen direkt an die interessierte Zuhörerschaft weitergaben. Zoo Zajac´s Zielo war es, nicht nur gesunde Tiere zu verkaufen, sondern die Kunden so zu unterstützen, dass die Tiere jederzeit in ihrem neuen Heim optimale Bedingungen vorfanden. Dazu gehörten neben der intensiven Beratung und dem tierärztlichen Service eine der größten Fachbuchabteilungen in Deutschland. Und natürlich das komplette Zubehörsortiment aller führenden Hersteller. Für Tierarten, die eine besondere Ausbildung und Sozialisierung erfordern (wie z.B. die Hunde)
wurde ein besonderes Betreuungs-Programm entwickelt. So wurden die Hunde beispielsweise von erfahrenen Hundetrainern, langjährigen erfahrenen Hundehaltern und geschulten Pflegern intensiv betreut. Die Hunde lernen spielerisch die alltäglichen Geräusche kennen, wie sie in jedem Haushalt vorkommen (z.B. Staubsauger, Türklingeln etc.). Sie wurden altersgemäß regelmäßig ausgeführt und so an Halsband, Leine, Geschirr und auch den Straßenverkehr gewöhnt. Leider mußte Zoo Zajac nach Norbert Zajac´s Tod und schwieriger, wirtschaftlicher Lage den betrieb im Frühjahr 2025 nach einer Ausverkaufphase beende und am 30.04.2025 final die Schlüssel abgeben. Das Gebäude nebst Geländer verkauft worden und soll es nach dem Abriss ein gewerbepark entstehen. Dieser Kanal wurde von Martin Höhle, Inhaber von the Pet Factory und alter Freund von Norbert Zajac, wie auch langjähriger Lieferant des Unternehmens, erworben. Ziel ist es, die Erinnerungen zu erhalten und sofern möglich, den Kontakt zu den ehemaligen Kunden, Fans und Mitarbeitern zu erhalten.

𝗡𝗮𝗰𝗵 𝗿𝘂𝗻𝗱𝗲𝗿 𝗦𝗮𝗰𝗵𝗲 𝗶𝗺 𝗡𝗮𝗴𝗲𝗹𝘀𝘁𝘂𝗱𝗶𝗼Copes Kugelfingergecko, Sphaerodactylus copeiSphaerodactylus copei ist eine kleine Gecko...
23/08/2026

𝗡𝗮𝗰𝗵 𝗿𝘂𝗻𝗱𝗲𝗿 𝗦𝗮𝗰𝗵𝗲 𝗶𝗺 𝗡𝗮𝗴𝗲𝗹𝘀𝘁𝘂𝗱𝗶𝗼
Copes Kugelfingergecko, Sphaerodactylus copei

Sphaerodactylus copei ist eine kleine Geckoart aus der Familie der Sphaerodactylidae, die endemisch auf den Westindischen Inseln, insbesondere auf der Tiburon-Halbinsel in Haiti, vorkommt. Die Art wurde auch auf die Bahamas eingeschleppt; dort entstanden auch die Fotos. Diese Tiere bewohnen sowohl feuchte als auch sehr trockene Gebiete. Dazu gehören bewaldete Regionen, trockenes Buschland sowie Bananen- und Kaffeeplantagen. Aufgrund ihres enormen Feinddrucks und ihrer winzigen Körpergröße leben sie versteckt am Boden und meiden direkte Sonne. Man findet sie meistens unter Steinen, verrottenden Baumstämmen, abgefallenen Blättern oder abgestorbenen Agaven. Bei Sphaerodactylus copei gibt es einen ausgeprägten Geschlechtsdimorphismus. Männchen und Weibchen unterscheiden sich farblich so stark voneinander, dass man sie leicht für zwei verschiedene Arten halten könnte. Die Grundfarbe des Rückens der Männchen reicht von blaugrau über braun bis hin zu grünlich. Über den Körper verstreut liegen oft auffällige, rostfarbene oder purpurbraune Schuppen. Das markanteste Merkmal der Männchen ist der Kopf. Dieser ist leuchtend gelb-grün oder intensiv rost-orange gefärbt. Der Rücken der Weibchen ist meist blasser und variiert zwischen hellgrau, blaugrau und dunkelbraun. Er wird von ein bis vier dunklen Querbändern durchzogen. Ein charakteristisches Merkmal der Weibchen ist ihr tiefschwarzes Halsband, in das meist vier kontrastierende weiße Augenflecke eingebettet sind. Der Kopf zeigt ein Linienmuster aus blassgrünen oder kräftig braunen Streifen auf einem grauen oder blaugrauen Untergrund. Im Habitat herrschen tagsüber 24 bis 28 °C. An einem exponierten Platz können 30 bis 32 °C erreicht werden. Nachts kühlt die Temperatur auf ca. 20 bis 22° C ab. Da die Art sowohl feuchte als auch trockene Gebiete bewohnt, ist eine moderate, aber schwankende Luftfeuchtigkeit zwischen 60 bis 70 % gegeben. Nachts steigt die Luftfeuchtigkeit auf 80 bis 90 % an. Sphaerodactylus copei gehört zu den reinen Insektenfressern. Aufgrund der geringen Gesamtlänge von 7- 8 cm können diese Geckos nur kleine Beutetiere überwältigen.

In einem kleinen, gut strukturierten Terrarium ist die Haltung der kleinen Geckos und deren Zucht sehr gut möglich. Wichtig ist eine permanent leicht feuchte kleine Dose mit feuchtem Moos für die Eiablage und die gute Häutung der Geckos. Wichtig ist die abwechslungsreiche Ernährung mit winzigen Futtertieren. Dazu gehören Fruchtfliegen, Springschwänze, Asseln, Erbsenblattläuse, Mikroheimchen und Ofenfischchen. Erwachsene Shaerodactylus copei werden drei- bis viermal pro Woche gefüttert. Jungtiere im Wachstum benötigen täglich Futter. Pro Tier reichen meist drei bis fünf kleine Futterinsekten pro Mahlzeit. Überschüssiges Futter sollte nicht tagelang im Terrarium verbleiben. Da diese Echsen schnell an Mangelerscheinungen (wie Rachitis) erkranken, ist das Bestäuben der Futtertiere Pflicht. Zu fast jeder Fütterung gehört Kalziumpulver, um den Knochenbau und bei den Weibchen die Schalenbildung der Eier zu unterstützen. Vitamin D3 ist wichtig für die Kalziumaufnahme. Die Futtertiere sollten mindestens einmal pro Woche mit einem passenden Vitamin-Präparat eingestäubt werden.

Die Nachzucht von Sphaerodactylus copei im Terrarium ist für erfahrene Terrarianer gut möglich, erfordert aufgrund der Winzigkeit der Tiere jedoch Fingerspitzengefühl. Die Art gilt als produktiv, sofern die Parameter stimmen. Die Paarung verläuft meist unkompliziert. Das Männchen packt das Weibchen mit einem Paarungsbiss im Nacken. Wie fast alle Kugelfingergeckos legen die Weibchen immer nur ein einzelnes Ei pro Gelege. Bei guter Fütterung und optimalen Temperaturen kann ein gesundes Weibchen alle zwei bis drei Wochen ein neues Ei legen. Die Eier werden versteckt abgelegt – bevorzugt in Ritzen von Korkrinde, in leeren Schneckenhäusern, kleinen Filmdosen oder direkt in einer feuchten Box. Die Eier sind hartschalig und werden oft an den Untergrund angeklebt. Die Eier können im Terrarium belassen werden, wenn keine Fressfeinde (wie räuberische Asseln) vorhanden sind. Sicherer ist das Überführen in einen Inkubator: Das Ei wird auf leicht feuchtes Vermiculite, Perlite oder trockenes Moos gebettet. Hartschalige Eier dürfen nicht direkt nass werden, da sie sonst verpilzen. Optimal sind konstante 26 bis 28 °C. Je nach Temperatur schlüpfen die Jungtiere nach etwa 60 bis 90 Tagen. Die Babys sind winzig und oft kaum größer als 1,5 bis 2 cm Gesamtlänge. Jungtiere sollten unbedingt separat in kleinen, ausbruchssicheren Dosen mit Walderde, etwas Moos und Rindestücken aufgezogen werden. Sie fressen in den ersten Wochen ausschließlich frisch geschlüpfte Springschwänze, kleine Zwergasseln und frisch geschlüpfte Drosophila melanogaster. Jede Mahlzeit muss unbedingt mit feinem Kalzium- und Vitamin-D3-Pulver bestäubt werden. Die kleinen Geckos trocknen schnell aus. Ein tägliches, feines Sprühen ist überlebenswichtig, Staunässe muss aber vermieden werden. In der Roten Liste der IUCN wird die Art als potenziell gefährdet eingestuft. Der Hauptgrund hierfür ist der fortschreitende Verlust ihres Lebensraums durch die Holzkohleproduktion und Rodungen.

Roland Zobel

𝗦𝗺𝗮𝘂𝗴 𝗹𝗶𝗳𝗲 𝗶𝗻 𝘀𝗲𝗶𝗻𝗲𝗿 𝗯𝗲𝘀𝘁𝗲𝗻 𝗥𝗼𝗹𝗹𝗲Riesengürtelschweif, Smaug giganteusDer Artname suggeriert ein größeres Tier, denn so g...
20/08/2026

𝗦𝗺𝗮𝘂𝗴 𝗹𝗶𝗳𝗲 𝗶𝗻 𝘀𝗲𝗶𝗻𝗲𝗿 𝗯𝗲𝘀𝘁𝗲𝗻 𝗥𝗼𝗹𝗹𝗲
Riesengürtelschweif, Smaug giganteus

Der Artname suggeriert ein größeres Tier, denn so gigantisch erscheinen sie nicht, die mit meist 20, maximal 40 cm Gesamtlänge größten Gürtelschweife Südafrikas. Sie besiedeln das offene Grasland in einem verhältnismäßig kleinen Areal. Da immer mehr davon landwirtschaftlich genutzt wird und die Tiere von den Basothos als Aphrodisiakum verwendet werden, schrumpft ihre Population, weshalb die Art im Anhang II des Washingtoner Artenschutzübereinkommens geführt wird. Riesengürtelschweife leben getrennt in Kolonien für Weibchen und Männchen, graben allerdings jeweils einen individuellen Bau, der fast zwei Meter tief sein kann. Außer den eigenen Jungtieren werden auch Frösche der Gattungen Kassina und Breviceps als Mitbewohner der Baue geduldet. Bei Gefahr verkeilen sich die Gürtelschweife derart in ihrem Bau, dass die dornenartig aufgestellten Kopf- und Nackenstacheln abwehrend nach oben gerichtet sind.

Viele Jahre lang wurde die Art innerhalb der Familie Cordylidae in die namengebende artenreiche Gattung Cordylus gestellt. 2011 schufen Herpetologen und gleichsam Fans von „Der Hobbit“ anhand molekulargenetischer Untersuchungen die neue Gattung Smaug für acht Gürtelschweife, die sie offenbar an den legendären Drachen Smaug erinnerten.

Die tagaktiven, sozialen Riesengürtelschweife sollte man in sehr geräumigen Terrarien mit tiefem Bodengrund aus Sand und Lehm, Korkunterschlüpfen und einem Trinknapf pflegen. Sukkulente Sansevierien oder Aloe können mit Töpfen eingesetzt werden. Tagsüber bei bis zu 28, nachts bei maximal 20°C und etwa 50% relativer Luftfeuchtigkeit pflegt man die Tiere am besten. Sie benötigen jedoch auch eine etwa achtwöchige Winterruhezeit bei ca. 15°C, während der auch die Beleuchtung kürzer und die Fütterung komplett eingestellt werden muss. Riesengürtelschweife fressen bevorzugt Käfer, weshalb Zophobas und allerlei Schaben die beste Nahrung sind, aber auch Wanderheuschrecken und große Grillen. Nach der Winterruhe ist Paarungszeit. Die Tiere kommunizieren mittels chemischer Signale, die in den Oberschenkel- und Cloakaldrüsen erzeugt werden. Die Trächtigkeit der lebendgebärenden Art beträgt vier Monate. Dann bringen die Weibchen meist ein bis zwei Jungtiere zur Welt, die man mit kleinen Grillen in einem separaten Terrarium aufzieht.

Hajo Herrmann

𝗗𝗶𝗲 𝗳𝗮𝗿𝗯𝗶𝗻𝘁𝗲𝗻𝘀𝗶𝘃𝘀𝘁𝗲𝗻 𝗡𝗮𝘀𝗵𝗼𝗿𝗻𝗹𝗲𝗴𝘂𝗮𝗻𝗲Bahama-Felsenschwanzleguan, Cyclura rileyCyclura riley ist bekannt als Bahama-Felsens...
16/08/2026

𝗗𝗶𝗲 𝗳𝗮𝗿𝗯𝗶𝗻𝘁𝗲𝗻𝘀𝗶𝘃𝘀𝘁𝗲𝗻 𝗡𝗮𝘀𝗵𝗼𝗿𝗻𝗹𝗲𝗴𝘂𝗮𝗻𝗲
Bahama-Felsenschwanzleguan, Cyclura riley

Cyclura riley ist bekannt als Bahama-Felsenschwanzleguan oder San-Salvador-Felsenleguan. Es ist eine stark vom Aussterben bedrohte Echsenart aus der Familie der Leguane. Sie kommt endemisch auf den Bahamas vor und ist durch den Verlust ihres Lebensraums sowie freilaufende Hunde und Katzen gefährdet. Die Leguane ernähren sich überwiegend von Pflanzen (Blüten, Früchten und Blättern). Sie zeigen einen deutlichen Sexualdimorphismus; Männchen sind größer und besitzen ausgeprägtere Rückenkämme als die kleineren Weibchen. Die Geschlechtsreife wird in der Natur erst nach etwa drei bis sieben Jahren erreicht. Die Art ist stark gefährdet. Auf manchen kleinen Cays leben nur noch wenige hundert Exemplare. Die Regierung der Bahamas stellt prinzipiell keine Exportgenehmigungen für Felsenleguane aus. Ihr Lebensraum umfasst die trockenen Küstenzonen. Hier bewohnen sie Buschlandschaften, lichte Dünenvegetation und tropische Trockenwälder. Die Leguane sind stark an zerklüftete Landschaften mit verwittertem Kalkstein gebunden. Sie nutzen natürliche Spalten, Höhlen und erodierte Felslöcher als nächtlichen Unterschlupf und Schutz vor Feinden.

Feinsandige Abschnitte in Nestnähe sind für die Weibchen überlebenswichtig, um dort im Frühsommer ihre tiefen Eiablagehöhlen zu graben. Das Klima auf den Bahamas ist subtropisch-heiß und wird stark durch den Golfstrom beeinflusst: Die durchschnittlichen Lufttemperaturen liegen im Sommer bei rund 31°C. Im kältesten Monat (Dezember) fällt das Thermometer auf durchschnittlich 17°C. Schattige Plätze oder Höhlen dienen nachts als Kälteschutz. Die Leguane benötigen hohe Temperaturen zur Verdauung. Auf von der Sonne aufgeheizten Felsen, auf denen sie intensiv baden, steigen die Oberflächentemperaturen oft weit über 40 bis 45°C. Die Luftfeuchtigkeit schwankt stark mit den Jahreszeiten und liegt im Durchschnitt zwischen 40 und 75 %. Es gibt eine kurze Regenzeit im Mai/Juni sowie die intensive Hauptregen- und Hurrikan-Saison von August bis November, die für regelmäßige Feuchtigkeitsschübe sorgt. Den Großteil des Jahres verbringen die Tiere jedoch in einer eher ariden, windigen Küstenumgebung.

Die Haltung von Cyclura rileyi ist für Privatpersonen nahezu unmöglich und illegal, da die Art strengstens durch das Washingtoner Artenschutzübereinkommen (CITES Anhang A) geschützt ist. Ein legaler Erwerb für Hobbyhalter ist ausgeschlossen. Die Zucht und Haltung finden ausschließlich in wissenschaftlich geführten Zoos und streng überwachten Schutzstationen statt. Männchen sind territorial und untereinander unverträglich. Die Paarungszeit findet nur einmal im Jahr statt, meist im Frühjahr zwischen April und Juni. Etwa 40 Tage nach der Paarung graben die Weibchen tiefe Nistgänge in sandigen Boden. Ein Gelege umfasst je nach Alter und Größe des Weibchens nur zwei bis sechs Eier. Die Inkubation im warmen Sand dauert etwa 65 bis 90 Tage. Danach benötigen die Schlüpflinge oft noch bis zu zwei Wochen, um sich aus der Erdkammer an die Oberfläche zu graben.

Roland Zobel

𝗪𝗶𝗻𝘇𝗹𝗶𝗻𝗴𝗲 𝗱𝗶𝗲 𝘀𝗶𝗰𝗵 𝗽𝗲𝗿𝗺𝗮𝗻𝗲𝗻𝘁 𝘃𝗲𝗿𝗺𝗲𝗵𝗿𝗲𝗻Zwergkärpflimg, Heterandria formosaSie sind etwas besonderes, die Zwegkärpflinge, ...
13/08/2026

𝗪𝗶𝗻𝘇𝗹𝗶𝗻𝗴𝗲 𝗱𝗶𝗲 𝘀𝗶𝗰𝗵 𝗽𝗲𝗿𝗺𝗮𝗻𝗲𝗻𝘁 𝘃𝗲𝗿𝗺𝗲𝗵𝗿𝗲𝗻
Zwergkärpflimg, Heterandria formosa

Sie sind etwas besonderes, die Zwegkärpflinge, die kleinsten aller Lebendgebärenden Zahnkarpfen ( Männchen ca. 2, Weibchen 3 cm lang). Sie haben spezielle Merkmale, die ihnen eine Gattung nur für sie allein einbrachte (monotypisch). Sie gehören zu den wenigen Aquarienfischen, die man sehr gut in einem Nano-Aquarium pflegen kann. Im Jahr ihrer Ersteinfuhr 1912 war die Aquarientechnik noch kaum entwickelt. Damals pflegte man die Fische ohne Filterung, Belüftung oder Heizung – und es klappte sofort gut mit der Zucht. Auch heute braucht man für ihr Aquarium keine Heizung; Zimmertemperatur reicht vollkommen aus. Heterandria haben ein relativ kleines Vorkommensgebiet in Florida uns Südkarolina. Dort beseidelt die Art Flachwasserbereiche sehr unterschiedlicher, doch stets stark verkrauteter Gewässer. Die Fische dringen sogar bis ins Brackwasser in Küstennähe vor.

Wenn man Zwergkärpflinge in einem kleinen Artaquarium pflegt und sparsam mit dem handelsüblichen Fischfutter versorgt, lassen sie sich gar nicht daran hindern, sich zu vermehren. Man beobachtet sehr oft die typische Paarung mit innerer Befruchtung mittels Gonopodium des Männchens. Bei Heterandria kann auch dann, wenn das Weibchen bereits trächtig ist, Sperma nachgespritzt werden. So gibt es im Körper des Weibchens Embryonen und Jungfische in unterschiedlichen Entwicklungsstadien. Die älteren ernähren sich sogar von Nährstoffen, die aus der Follikelplazenta des Weibchens stammen. So erklärt sich auch, dass im Zeitraum eines Monats täglich ein bis maximal neue Jungfische geboren werden – insgesamt bis zu 30.

An Wasserwerte oder Aquarieneinrichtung stellen die Zwergkärpflinge kaum Ansprüche, nur eine dichte Bepflanzug sollte vorhanden sein. Sie sorgt auch dafür, dass sich die Neugeborenen verbergen können und allerlei winzige Organismen als Erstnahrung finden. Es gibt eine Reihe von Aquarianern, die viele Jahre lang eine sich immer wieder verjüngende Gruppe von Zwergkärpflingen in einem kleinen Aquarium pflegen, ohne je neue hinzuzusetzen. Inzucht wird bei diesen Fischen nicht beobachtet. Heterandria formosa wird maximal drei Jahre alt, sorgt aber in diesen Jahren stets für Nachwuchs. Zwar sind diese Zwergfische nicht sonderlich bunt, doch der kleine rote Farbklecks in der Rückenflosse fällt auf wie ein Signal.

Hajo Herrmann

𝗘𝘅𝘁𝗿𝗲𝗺 𝗲𝗺𝗽𝗳𝗶𝗻𝗱𝗹𝗶𝗰𝗵𝗲 𝗥𝗲𝗴𝗲𝗻𝘄𝗮𝗹𝗱𝗯𝗲𝘄𝗼𝗵𝗻𝗲𝗿Moosiger Plattschwanzgecko, Uroplatus sikoraeDieser Blattschwanzgecko bewohnt primä...
09/08/2026

𝗘𝘅𝘁𝗿𝗲𝗺 𝗲𝗺𝗽𝗳𝗶𝗻𝗱𝗹𝗶𝗰𝗵𝗲 𝗥𝗲𝗴𝗲𝗻𝘄𝗮𝗹𝗱𝗯𝗲𝘄𝗼𝗵𝗻𝗲𝗿
Moosiger Plattschwanzgecko, Uroplatus sikorae

Dieser Blattschwanzgecko bewohnt primär die östlichen und zentralen Regionen Madagaskars. Ein breiter Gürtel von den feuchten Küstenwäldern im Osten bis in die zentralen Hochebenen ist sein Hauptverbreitungsgebiet. Besonders häufig sind Vorkommen in geschützten Nationalparks wie dem Nationalpark Marojejy im Nordosten und dem Nationalpark Ranomafana im südlich-zentralen Osten. Die Tiere sind spezialisierte Baumbewohner, die perfekt an das Leben in intakten Ökosystemen angepasst sind. Sie leben ausschließlich in primären und sekundären Regenwäldern. Uroplatus sikorae ist eine Hochland- bis Bergwaldart. Sie kommt in Höhenlagen von ca. 500 bis 1200 m NN vor. Das Habitat ist ganzjährig von kühlen Nächten, moderaten Tagestemperaturen und einer dauerhaft sehr hohen Luftfeuchtigkeit geprägt. Tagsüber schlafen die Geckos kopfunter an dünnen, moos- und flechtenbewachsenen Baumstämmen oder Ästen in den unteren und mittleren Waldschichten. Nachts jagen sie im Geäst nach Insekten. Uroplatus sikorae ist ein Meister der Tarnung. Die Körperfärbung reicht von Moosgrün über Flechten- und Rindenfarben bis hin zu Schwarz. Die Tiere haben flache Hautlappen an Körper und Kopf. So sind sie auf einem Baumstamm kaum mehr zu sehen. Der Schwanz ist blattartig abgeflacht.

Aufgrund ihrer Anpassung an das feuchte Mikroklima der Regenwälder Madagaskars sind diese Echsen anspruchsvoll: Die Haltung ist komplex und erfordert Erfahrung. Sie benötigen sehr hohe Luftfeuchtigkeit und genaue regulierte Temperaturen. Für die Haltung dieser Geckos müssen die klimatischen Bedingungen der madagassischen Bergregenwälder exakt simuliert werden. Sie vertragen keine dauerhaft hohen Temperaturen über 28°C. Ideal sind Tagestemperaturen zwischen 22°C und 25°C mit einer nächtlichen Absenkung auf 16°C bis 19°C. Das ist wichtig für einen optimalen Stoffwechsel. Die Luftfeuchtigkeit muss hoch sein, sich aber im Tagesverlauf dynamisch verändern. Tagsüber sollte die relative Luftfeuchtigkeit zwischen 65 bis 75% liegen.
Nachts zwischen 90 bis 100%. Da die Tiere Wassertropfen von den Blättern lecken, empfiehlt sich eine automatische Regenanlage. Große Lüftungsflächen sind Pflicht, um lebensbedrohliche Staunässe zu verhindern. Da diese Gecko-Art baumbewohnend und nachtaktiv ist, wird ein hohes Terrarium benötigt. Die Größe der Tiere liegt bei 15 bis 20 cm. Die Geckos gelten als sehr friedlich untereinander. Eine Gruppenhaltung von einem Männchen und zwei Weibchen in einem entsprechend großen Terrarium ist möglich. Zwei Männchen dürfen niemals zusammengesetzt werden. Das Terrarium benötigt dicke, vertikale und diagonale Äste. Naturkorkwände, Moose und Regenwaldpflanzen. Sie bieten Sichtschutz und stabilisieren das Mikroklima. Die Geckos sind reine Insektenfresser. Gefüttert wird nachts mit Grillen, Heimchen, Schaben oder Motten. Extrem wichtig ist das regelmäßige Bestäuben der Futtertiere mit Kalzium- und Vitamin-D3-Präparaten, um Knochenerweichungen (Rachitis) vorzubeugen. Die Fortpflanzung von Uroplatus sikorae wird maßgeblich durch die Simulation von Jahreszeiten gesteuert. Ohne eine kühle Ruhephase zwischen Mitte November bis Mitte Februar reifen die Keimzellen der Weibchen nicht optimal heran. Die Beleuchtungsdauer wird auf sechs bis acht Stunden verkürzt. Die Tagestemperaturen sinken auf etwa 18°C bis 20°C. Ab März werden die Beleuchtungszeit und die Temperaturen langsam wieder hochgefahren. Kräftiges Sprühen simuliert die madagassische Regenzeit. Die Geckos werden agiler und das Männchen (erkennbar an den verdickten Hemipen*staschen an der Schwanzwurzel). Das Männchen beginnt mit der Paarung, sobald das Weibchen empfängnisbereit ist. Das Weibchen trägt die Eier etwa 20 bis 25 Tage. Ein Gelege besteht fast immer aus zwei runden, hartschaligen, weißen Eiern. Die Eier werden meist auf dem Boden unter feuchtem Laub versteckt oder leicht im Substrat vergraben. Weibchen legen pro Saison etwa drei bis fünf Gelege im Abstand von einigen Wochen.
Blattschwanzgecko-Eier sind empfindlich gegenüber Staunässe. Sie sollten vorsichtig aus dem Terrarium in einen Inkubator überführt werden. Je nach exakter Temperatur schlüpfen die Jungtiere nach 74 bis 130 Tagen.

Der Lebensraum von Uroplatus sikorae schrumpft rapide. Die größte Gefahr für die Wildbestände ist die fortschreitende Entwaldung in Madagaskar durch Brandrodung, Holzkohlegewinnung und Saphirminen. Da die Art auf intakte, feuchte Waldstrukturen angewiesen ist, verschwindet sie sofort, wenn ihr Wald fragmentiert oder ausgetrocknet wird. Die gesamte Gattung Uroplatus ist im Anhang II des CITES-Abkommens gelistet. Der Handel und die Einfuhr sind streng reguliert. Beim Kauf in Deutschland, Österreich oder der Schweiz ist ein legaler Herkunftsnachweis (z. B. eine Züchterbescheinigung mit den Elterntieren) zwingend erforderlich.

Roland Zobel

𝗛𝗲𝗶𝗺𝗹𝗶𝗰𝗵𝗲 𝗟𝗮𝘂𝗯𝘀𝗰𝗵𝗶𝗰𝗵𝘁𝗯𝗲𝘄𝗼𝗵𝗻𝗲𝗿Mahagonifrosch, Hylarana luctuosaWährend einige südostasiatische Raniden (das sind Vertrete...
06/08/2026

𝗛𝗲𝗶𝗺𝗹𝗶𝗰𝗵𝗲 𝗟𝗮𝘂𝗯𝘀𝗰𝗵𝗶𝗰𝗵𝘁𝗯𝗲𝘄𝗼𝗵𝗻𝗲𝗿
Mahagonifrosch, Hylarana luctuosa

Während einige südostasiatische Raniden (das sind Vertreter der großen Familie Ranidae, Echte Frösche) schon seit der Mitte des vorigen Jahrhunderts regelmäßig in den Terrarien gepflegt wurden (zum Beispiel Odorrana hosei, Hylarana erythraea oder H. signata), gelangte der Mahagonifrosch, Hylarana luctuosa, erst nach der Jahrtausendwende zu uns, und zwar unter dem Namen Abavorana luctuosa. Es gibt eine sehr ähnliche Zwillingsart, Hylarana decorata, die sympatrisch vorkommt, sich aber nicht mit H. luctuosa vermischt.

Bemerkenswert ist die braune Rückenfärbung, angepasst an den typischen Lebensraum, nämlich die Laubschicht tropischer primärer Regenwälder. Und um eine optische Überzeichnung der Froschgestalt zu perfektionieren, ist die obere Hälfte des Auges oft in die weiße Linie der Drüsenleisten einbezogen, was mich beim ersten Anblick vermuten ließ, dass meine frisch angekommenen Tiere einen Augenpilz hätten. Man kann die Geschlechter äußerlich kaum unterscheiden, sie sind gleich groß 6 cm. Bis in 1350 m NN kommen sie vor, stets aber in dem gleichen Habitat, der Laubschicht. Sie sind nachtaktiv und bevorzugen relativ feuchte Stellen des Bodens, bevorzugt in der Nähe von Flüssen und Urwaldbächen.

Meist sieht man diese Frösche wegen ihrer perfekten Tarnung nicht, sondern man hört die Paarungsrufe der Männchen, die auch an Land aus dem jeweiligen Bodenversteck abgegeben werden. Ebenso verhalten sich die Tiere im Terrarium und rufen ab und zu. Hylarana luctuosa laicht in mindestens 30 cm tiefen Tümpeln oder Weihern, mitunter Wildschweinsuhlen oder Pfützen. Seltener wurden die bis zu 6 cm großen Kaulquappen dieser Art in langsam fließenden Bachabschnitten gefunden. Bisher wurde noch keine Paarung beobachtet, was von der verborgenen Lebensweise dieser Frösche zeugt. Vielleicht klappt die Fortpflanzung einmal im Terrarium, so dass unser Wissen über diese Art vervollständigt werden kann.

Hajo Herrmann

𝗪𝗲𝗿 𝗵𝗮𝘁 𝗱𝗲𝗻 𝗟𝗲𝗴𝘂𝗮𝗻 𝗮𝗻 𝗱𝗶𝗲 𝗞𝗲𝘁𝘁𝗲 𝗴𝗲𝗹𝗲𝗴𝘁?Halsbandleguan, Crotaphytus collarisIn Nord- und Zentralmexiko sowie im Süden der...
04/08/2026

𝗪𝗲𝗿 𝗵𝗮𝘁 𝗱𝗲𝗻 𝗟𝗲𝗴𝘂𝗮𝗻 𝗮𝗻 𝗱𝗶𝗲 𝗞𝗲𝘁𝘁𝗲 𝗴𝗲𝗹𝗲𝗴𝘁?
Halsbandleguan, Crotaphytus collaris

In Nord- und Zentralmexiko sowie im Süden der USA besiedelt Crotaphytus collaris in mehreren Unterarten offene trockene, felsige Landschaften. Diese Leguane sind den Menschen seit langem gut bekannt. Man findet ihre Darstellungen in Jahrtausende alten Felsmalereien. Der Bundesstaat Oklahoma führt die Art als eigenes Staatsreptil und in vielen wissenschaftlichen Einrichtungen dienen Halsbandleguane als Labortiere. Das ist möglich, weil sich ihre Pflege einfach gestaltet.

Je nach Herkunft und Stimmung, Geschlecht und Alter variieren Färbung und Zeichnung. Typisch ist die schwarze Bandzeichnug, die sich wie eine Kette um den Hals der Echsen legt. Mit maximal 35 cm Gesamtlänge gehört Crotaphytus collaris zu den mittelgroßen Leguanarten. Die Tiere ernähren sich von allerlei Kleintieren, insbesondere Insekten, aber auch von kleinen Echsen und mancher vegetarischen Kost wie Blüten und Beeren. Die Männchen sind zwar territorial und besetzen Aussichtswarten, doch ihre Aggressivität ist nicht stark ausgeprägt. So lässt sich auch eine kleine Weibchen-Gruppe zusammen mit einem Männchen gut in einem geeigneten Terrarium pflegen.

Es kommt auf die Bodenfläche bei der Haltung an, denn die agilen Halsbandleguane benötigen Freiraum. Ein trockenes Milieu mit Geröll und einigen als Sitzwarte dienenden Steinen sowie Trockengräsern ist genau das Richtige. Tagsüber sollte die Temperatur 28 bis 35°C betragen, nachts weniger. Wärme- und UV-Strahler sind erforderlich. Man füttert mit den üblichen Futterinsekten in geeigneter Größe. Wie in der Natur, sollte auch im Terrarium eine Ruhephase geboten werden, und zwar etwa zehn Wochen lang. Man reduziert Fütterung und Beleuchtung schrittweise und senkt die Temperatur auf 12 bis 18°C. Wenn sich die Leguane danach gepaart haben, sieht man an den Flanken der Weibchen rote Flecke. Sie legen bis zu 15 Eier in den Boden, die bei 26 bis 30°C für 40 bis 60 Tage bis zum Schlupf der Jungtiere inkubiert werden müssen. Halsbandleguane werden maximal 15 Jahre alt.

Hajo Herrmann

𝗡𝗮𝗰𝗵𝘁𝗮𝗸𝘁𝗶𝘃𝗲 𝗦𝗰𝗵𝘂𝗽𝗽𝗲𝗻𝘀𝗰𝗵𝗹𝗲𝘂𝗱𝗲𝗿𝗻Gefleckter Fischschuppengecko, Geckolepis maculataGeckolepis maculata ist ein in Madagaska...
02/08/2026

𝗡𝗮𝗰𝗵𝘁𝗮𝗸𝘁𝗶𝘃𝗲 𝗦𝗰𝗵𝘂𝗽𝗽𝗲𝗻𝘀𝗰𝗵𝗹𝗲𝘂𝗱𝗲𝗿𝗻
Gefleckter Fischschuppengecko, Geckolepis maculata

Geckolepis maculata ist ein in Madagaskar beheimateter Gecko. Er ist bekannt für seine großen Schuppen, die sich bei Berührung leicht ablösen. Das ist ein großartiger Verteidigungsmechanismus, um Freßfeinden zu entkommen. Geckolepis maculata ist primär endemisch in Madagaskar, kommt aber auch auf der nahegelegenen Inselgruppe der Komoren vor. Innerhalb Madagaskars besiedelt er verschiedene, geografisch getrennte Küstenstreifen und Nationalparks. Die Hauptverbreitungsgebiete sind der Südwesten auf dem Küstenstreifen zwischen Toliara im Süden und Belo weiter nördlich. Im Nordwesten kommt er entlang der Küste vom Kap Saint-André bis zum Sahamalaza-Nationalpark vor. Große Vorkommen gibt es im Marojejy-Nationalpark bis in das Landesinnere im Nationalpark Ankarafantsika. Im Südosten kommt er in einem isolierten, kleinen Areal rund um die Stadt Tolagnaro vor. Auf der nordwestlich vorgelagerten Insel Nosy Be sowie auf den Inseln des Komoren-Archipels gibt es ebenfalls Fundorte.

Diese Geckos leben als Baumbewohner vor allem in tropischen Wäldern, wo sie sich tagsüber unter Baumrinde verstecken und nachts Insekten jagen. Sie wird gelegentlich auch als Kulturfolger an von Menschen errichteten Bungalows oder Strohdächern gesichtet. Geckolepis maculata ist perfekt an ein tropisch-warmes Wechselklima mit hoher Luftfeuchtigkeit angepasst. Da sich ihr Verbreitungsgebiet über verschiedene Küsten- und Waldregionen Madagaskars erstreckt, lebt die Art vor allem in zwei klimatischen Hauptzonen. In den Küstengebieten herrscht das ganze Jahr über tropische Wärme. Die Tageswerte liegen meist zwischen 25 °C und 35 °C. Nachts sinken die Temperaturen selten unter 20 °C. Forschungen zeigen, dass die Geckos eine hohe Umgebungswärme für eine optimale Verdauung benötigen. Als Bewohner von Baumrinden und Laubwäldern benötigt die Art eine konstant hohe relative Luftfeuchtigkeit von 60 bis 80 %. Das Klima wird durch zwei markante Jahreszeiten bestimmt. In der Regenzeit (November bis April) ist es sehr heiß, schwül und niederschlagsreich. In dieser Zeit sind auch tropische Zyklone an den Küsten häufig. In der Trockenzeit (Mai bis Oktober) ist es etwas kühler, deutlich niederschlagsärmer, aber in den Küstenwäldern bleibt die Restfeuchtigkeit in den Mikrohabitaten (z. B. unter Rinden) erhalten. Da die Geckos in unterschiedlichen Regionen Madagaskars vorkommen, passen sie sich den lokalen Gegebenheiten an: Die Färbung der Geckolepis maculata ist perfekt als Tarnung an Baumrinde angepasst und zeichnet sich durch unregelmäßige, fleckige Muster aus. Die Oberseite des Körpers variiert meist zwischen hellgrau, graubraun und verschiedenen Beigetönen. Der Rücken zeigt ein unregelmäßiges Muster aus dunklen und hellen Flecken, Streifen oder wellenförmigen Bändern. Der Bauch und die Kehle sind deutlich heller gefärbt, meist schmutzig-weiß, hellgrau oder leicht gelblich. Die Iris ist oft goldbraun bis silbrig-grau mit einer vertikalen, schlitzförmigen Pupille (typisch für nachtaktive Geckos). Verliert der Gecko bei Gefahr seine Schuppen, ist die darunter liegende, nackte Regenerationshaut zunächst rosa bis fleischfarben. Wenn die großen, fischartigen Schuppen innerhalb weniger Wochen nachwachsen, bildet sich auch das Pigmentmuster neu. Das regenerierte Muster weicht oft leicht von der ursprünglichen Zeichnung ab.

Die Haltung von Geckolepis maculata im Terrarium erfordert aufgrund der extremen Empfindlichkeit ein reines Beobachtungsterrarium. Da die Tiere bei Stress oder Berührung sofort ihre Schuppen abwerfen, sollten sie niemals grundlos angefasst werden. Es wird ein hohes Terrarium benötigt. Eine Einzelhaltung wird dringend empfohlen. Die gemeinsame Haltung mehrerer Tiere (auch Weibchen) führt oft zu Stress, Revierkämpfen und gegenseitigem Schuppenverlust. Da die Tiere nachtaktiv sind, ist keine starke UV-Beleuchtung nötig. Eine schwache UVB-Lampe unterstützt jedoch die Vitamin-D3-Synthese und stärkt das Immunsystem. Als Bodengrund eignet sich ein feuchtigkeitsspeicherndes Substrat wie Kokoshumus, Terrarienerde oder Moos. Eine Schicht von mindestens 5 cm hilft, die Luftfeuchtigkeit stabil zu halten. Das Terrarium muss dicht mit Korkröhren, dicken Ästen und Lianen bestückt sein. Glatte Rindenflächen imitieren ihren natürlichen Lebensraum perfekt. Robuste, feuchtigkeitsliebende echte Pflanzen bieten Sichtschutz und regulieren das Klima auf natürliche Weise. Gefüttert werden kleine bis mittlere Insekten wie Heimchen, Grillen, Schaben und Fruchtfliegen. Das Futter muss regelmäßig mit einem Calcium- und Vitamin-Präparat bestäubt werden, um Knochen- und Schuppenschäden vorzubeugen. Eine kleine Wasserschale muss bereitstehen. Nachtaktive Geckos lecken jedoch bevorzugt die Wassertropfen von den Blättern und Scheiben nach dem Sprühen ab. Die Nachzucht von Geckolepis maculata gilt in der Terraristik als anspruchsvoll und selten, da die Paarung und Eiablage aufgrund der Stressempfindlichkeit der Tiere sorgfältig kontrolliert werden müssen. Eine unbedachte Zusammenführung kann schnell zu heftigen Schuppenverlusten und Verletzungen führen. Für eine erfolgreiche Zucht sollten die Weibchen mindestens 18 bis 24 Monate alt sein. Die Produktion von Eierschalen entzieht dem Körper Calcium. Da die Tiere Einzelgänger sind, setzt man das Männchen nur kurzzeitig zur Paarung in das Terrarium des Weibchens. Sobald die Paarung erfolgt ist oder Aggressionen drohen, müssen die Tiere sofort wieder getrennt werden, um stressbedingten Schuppenabwurf zu verhindern. Wie die meisten Geckos legen auch sie pro Gelege zwei hartschalige Eier. Ein gesundes Weibchen kann mehrere Gelege pro Saison (Frühjahr bis Sommer) produzieren. Im Terrarium muss eine Box mit stets feuchtem Vermiculite, Perlite oder Moos bereitstehen. Das Weibchen vergräbt die Eier meist in den Ecken dieser Box. Die Eier dürfen nach dem Auffinden niemals gedreht werden. Wenn sich die Embryonalhaut einmal festgesetzt hat, führt ein Drehen der Eier zum Ersticken des Embryos. Da die Eier im Elternterrarium durch schwankende Feuchtigkeit oder die adulten Geckos gefährdet sind, sollten sie in einen separaten Inkubator überführt werden. Die Eier werden leicht in feuchtes (nicht nasses) Inkubationssubstrat wie Vermiculite oder spezielles Brutsubstrat eingebettet. Optimal ist eine konstante Inkubationstemperatur von 25 bis 28°C. Im Brutbehälter muss die Feuchtigkeit bei 70 bis 80 % liegen. Die Box sollte nur minimale Lüftungslöcher haben, damit das Substrat nicht austrocknet. Je nach Bruttemperatur schlüpfen die Jungtiere nach etwa 60 bis 90 Tagen. Die frisch geschlüpften Geckos müssen strikt einzeln in kleinen Aufzuchtboxen (z. B. Kunststoffboxen mit Luftlöchern, Küchenpapier als Bodengrund und kleinen Kletterästen) gehalten werden. Nach dem ersten Schlupf zehren sie noch ein bis zwei Tage vom Dottersack. Danach fressen sie kleinste Insekten wie Mikro-Heimchen, Fruchtfliegen (Drosophila) oder Erbsenblattläuse. Da sich die Jungtiere im Wachstum oft häuten, ist eine Bestäubung der Futtertiere mit Calcium und Vitamin D3 lebensnotwendig. Geckolepis maculata gilt als nicht gefährdet.

Roland Zobel

𝗗𝗮𝘀 𝗳𝗿𝗶𝗲𝗱𝗹𝗶𝗰𝗵𝘀𝘁𝗲 𝘂𝗻𝘁𝗲𝗿 𝗱𝗲𝗻 𝗙𝗲𝘂𝗲𝗿𝗺𝗮̈𝘂𝗹𝗲𝗿𝗻Elliots Buntbarsch, Thorichthys maculipinnisDer deutsche Name dieser mittelameri...
28/07/2026

𝗗𝗮𝘀 𝗳𝗿𝗶𝗲𝗱𝗹𝗶𝗰𝗵𝘀𝘁𝗲 𝘂𝗻𝘁𝗲𝗿 𝗱𝗲𝗻 𝗙𝗲𝘂𝗲𝗿𝗺𝗮̈𝘂𝗹𝗲𝗿𝗻
Elliots Buntbarsch, Thorichthys maculipinnis

Der deutsche Name dieser mittelamerikanischen Cichliden basiert auf dem bis vor kurzem gebräuchlichen wissenschaftlichen, nämlich Thorichtys ellioti. Die Ichthyologen fanden jedoch heraus, dass vor der Beschreibung der Art unter diesem Namen bereits der Wiener Zoologe Steindachner 1864 eben diesen Buntbarsch wissenschaftlich bearbeitet und unter dem Namen Thorichthys maculipinnis beschrieben hatte. Seine Beschreibung hatt also Priorität, so dass dieser Name verwendet wird. Er bezieht sich auf die gefleckten Flossen dieser Buntbarsche. Die als Feuermaulbuntbarsche bezeichneten neun Arten der Gattung Thorichthys sind farbenfreudige, doch relativ territoriale Cichliden, die vielfach in Aquarien gepflegt und gezüchtet werden.

Thorichthys maculipinnis besiedelt unterschiedliche stehende und fließende Gewässer des Einzugsgebiets des Rio Papaloapan in Mexiko. Im Gegensatz zu den meisten anderen Arten der Gattung ist Elliots Buntbarsch kaum aggressiv und nur wenig territorial. Er eignet sich deshalb sehr gut zur Vergesellschaftung mit anderen Fischen aus seinem Vorkommensgebiet, etwa Salmlern, Platys oder Schwertträgern. Er vergreift sich auch kaum an Wasserpflanzen, was ihn für die Pflege in attraktiven Pflanzenaquarien prädestiniert. Während noch vor einigen Jahren der aggressivere Rotbrustbuntbarsch, Thorichthys meeki, im Zoofachhandel dominierte, ist es jetzt Thorichthys maculipinnis. Man füttert mit Cichlidenpellets oder -flocken.

Wer sich an der Zucht dieser Art versuchen möchte, sollte die Tiere vorab mit Lebendfutter, insbesondere Mückenlarven, konditionieren. Die Tiere laichen bis zu 300 Eier auf flachen Steinen am Boden des Aquariums. Beide Eltern betreuen das Gelege sowie später auch die nach ca. 60 Stunden geschlüpften Larven und führen vier weitere Tage später die frei schwimmenden Jungfische gemeinsam durch das Aquarium. Man füttert sie mit Artemia-Naupliuslarven. Ab 2 cm Körperlänge werden die Jungfische selbstständig und können separat aufgezogen werden. Sie erreichen ein Alter von zwölf Jahren.

Hajo Herrmann

Adresse

Süntelstrasse 23
Hülsede
31867

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