04/05/2026
Teil 2 – Ankommen, Taktik und erste Erfolge
Unser nächster Halt war ebenfalls ein Campingplatz – diesmal mit Parzellen direkt am Ufer dieses riesigen Gewässers. Wir wurden freundlich empfangen und bekamen direkt Hinweise, wo noch ein Platz frei war. Kurz angeschaut, für gut befunden – und die Entscheidung war gefallen.
Während Kevin und Harm mit dem Aufbau des Equipments begannen, machte ich das Boot startklar. Mit dem Echolot verschaffte ich mir einen ersten Überblick über das Gewässer. Schnell wurden interessante Spots gefunden und markiert.
Die Taktik war klar:
Zwei Ruten mit Maguro und Arctic Krill, eine mit Sweet Buddha. Alle Montagen liefen über die neuen Balanced Hookers.
Erschöpft, aber voller Hoffnung ließen wir den ersten Abend ruhig ausklingen. Ein Bier in der Hand, über uns ein sternenklarer Himmel – genau das, was wir gesucht hatten.
Doch die Nacht brachte direkt die erste Herausforderung. Brassen. Und zwar jede Menge davon. Die Bissanzeiger liefen heiß – von links nach rechts und wieder zurück. Teilweise verzichteten wir sogar darauf, Ruten neu auszulegen.
„Das geht ja gut los…“
Am ersten Morgen, um 6:30 Uhr, dann der Moment: Ein kurzer Piep – gefolgt von einem Dauerton. Ich war sofort wach, raus aus dem Schlafsack, rein in die Stiefel und zur Rute.
Der Drill begann.
Nach etwa 10–15 Minuten lag er im Netz: ein wunderschöner Spiegelkarpfen. Diese eine große Schuppe an der Seite machte ihn einzigartig. Dieser Fisch hatte für mich einen ganz besonderen Stellenwert – mehr als jeder andere zuvor.
In den folgenden Tagen machten uns die Brassen weiterhin zu schaffen. Also passten wir unsere Strategie an: größere Köder, 28 mm Boilies plus 24 mm Wafter, um gezielt auf Distanz zu gehen.
Das Wetter zeigte sich extrem wechselhaft. Nachts Temperaturen unter null, tagsüber strahlender Sonnenschein mit über 20 Grad. Die Bisse kamen fast ausschließlich abends, nachts und in den frühen Morgenstunden. Tagsüber blieb es ruhig – bis auf einen Stör, der mittags für Action sorgte.
Es folgt Teil 3