08/08/2022
🌧 Flutkatastrophe 1970 in Eitorf
Die bereits vorhandene Informationsstelle auf dem Eitorfer Marktplatz unweit des Brunnens ist vor kurzem mit einer weiteren Tafel versehen worden. Die Abteilung Stadtmarketing, Kultur und Tourismus realisierte dort in Zusammenarbeit mit einer Agentur eine Gedenktafel, die an die Flutkatastrophe von 1970 erinnert. Das Ereignis traf Eitorf und Umgebung schwer und blieb den Bürger und Bürgerinnen lange im Gedächtnis.
Im eher kühlen Sommer 1970 ergossen sich nach einem Temperaturanstieg sintflutartige Regenfälle über die Region. Der sonst friedliche Eipbach verwandelte sich schnell in einen reißenden Strom von 50 Metern Breite und schoss durch den Ortskern. Wassermassen strömten über den Marktplatz sowie durch umliegende Häuser und Straßen. Vieles konnte dem Wasserdruck nicht standhalten, das Strom- und Telefonnetz brach zusammen. Das ganze Ausmaß der Schäden zeigte sich Tage danach, das Wasser hatte in vielen Häusern 1,50 Meter hoch gestanden. Zur Verbesserung des Hochwasserschutzes in Eitorf wurden in der Folge unter anderem zwei Rückhaltebecken im Oberlauf des Eipbaches gebaut.
Neben Informationen zur damaligen Flutkatastrophe zeigt eine Markierung auf der Tafel den damaligen Hochwasserstand am Marktplatz. Ebenfalls ist ein Foto des überfluteten Marktplatzes abgebildet und im Vergleich die heutige Ansicht aus der gleichen Perspektive. Die Tafel soll bewusst machen, dass auch in Eitorf eine erneute Überflutung durch den Eipbach nicht ausgeschlossen werden kann.