27/12/2024
Auch westliche Kurz- und Mittelstreckenraketen, die auf Ziele in Russland abgefeuert wurden, erweisen sich nicht als die erhofften „Wunderwaffen“ im Ukraine-Krieg.
Unter dem beständigen Druck, den europäische und amerikanischen Kriegsfalken in der westlichen Öffentlichkeit erzeugt hatten, hatte der scheidende US-Präsident, Joseph R. Biden, die Erlaubnis erteilt, amerikanische ATACMS-Raketen auf begrenzte Ziele in Russland (Kursk)abzufeuern.
Die ukrainischen Streitkräfte hatten daraufhin verschiedene Salven (auch britischer Raketen-Systeme) gegen russische Militäreinrichtungen gerichtet.
Der designierte Präsident Trump hatte Biden‘s Entscheidung als „leichtsinnig“ (foolish) kritisiert und auf die Gefahr einer weiteren kriegerischen Eskalation zwischen Russland und den USA hingewiesen.
Kurz vor dessen Machtantritt, hat nun die Ukraine den Einsatz der Raketen offenbar weitestgehend ausgesetzt, nicht zuletzt deshalb, weil absehbar wird, dass weder die USA, noch Großbritannien die aufgebrauchten Bestände an Raketen ersetzen, geschweige denn erhöhen würden (Quelle: New York Times).
Die USA hatten der Republik Ukraine angeblich 500 solcher Raketen mittlerer Reichweite geliefert.
Am 27. November hatte Russland daraufhin eine neuartige Langstreckenrakete auf die Stadt Dnipro abgefeuert, die von westlichen Luftabwehrsystemen nicht abzufangen sein soll.
Russland‘s Präsident Putin hatte parallel damit gedroht, dass seine Streitkräfte diese Raketen auch gegen Kyjiv einsetzen könnten, wenn die Republik Ukraine ihre Angriffe auf russisches Territorium nicht sofort einstelle.
Offenbar hat Russland allerdings seinerseits nach Konsultationen mit US-Militärs, „Zurückhaltung“ in Bezug auf den Einsatz seiner Langstreckenraketen geübt, und beantwortet ukrainische Schläge gegen sein Territorium wieder mit herkömmlichen Drohnen und Raketen.
In diesem Lichte erscheinen alle Debatten über den Einsatz Deutscher Ta**us Marschflugkörper gegen Russland als zumindest fragwürdig.
Noch scheint die Ablehnung einer Bereitstellung solcher Waffen an die Ukraine durch den noch amtierenden Kanzler, Olaf Scholz, zu gelten, doch sein CDU Herausforderer, Friedrich Merz, unterstützt von manchen Stimmen aus Reihen der Grünen, hatte wiederholt gefordert, Deutschland solle „endlich“ Ta**us an die Ukraine liefern, ohne ihr irgendwelche Beschränkungen zu deren Einsatzfeld vorzugeben.
Die tatsächlichen Ereignisse im Ukraine-Krieg scheinen den außen- und sicherheitspolitischen Experten und Militärberatern der Union wieder einmal zu enteilen…
Eine Entwicklung, die durchaus bedenklich und besorgniserregend erscheint, angesichts des offensichtlich werdenden Bemühens der westlichen Militärvormächte, den blutigen Krieg, der bald ins dritte Jahr geht, zu entschärfen und vermutlich politisch einzufrieren.
Mit dem Satz „keine Deutschen Sonderwege“ hatte die Bundesregierung zu Beginn ihr massives Engagement für den ukrainischen Präsidenten Szelenskyj zuhause, gegenüber einer kriegsskeptischen Öffentlichkeit begründet, und stets betont, alle kriegsrelevanten Handlungen aus Berlin erfolgten immer nur in enger Abstimmung mit Washington, sowie mit den weiteren Partnern in London, Paris und Warschau.
Dies könnte - wenn man die Äußerungen mancher Unions- und Grünenpolitiker wirklich ernst nimmt - ungewollt anders werden, falls es Ende Februar zum allseits erwarteten Machtwechsel in Berlin kommen sollte…
Auch wenn kaum wirklich vorstellbar erscheint, dass Deutschland irgend etwas ohne ausdrückliches amerikanisches Einverständnis militärisch und politisch unternehmen könnte…
The long-range missiles provided by the United States and Britain were used to strike inside Russian territory, despite concerns that their use would escalate the conflict. Kyiv’s stockpiles are running out.