28/03/2025
🕯️ Zum Gedenken an Karl Käfer (* 3. Juli 1947–†24. März 2025)
Der Tiroler Maler Karl Käfer war ein Künstler, der – nach eigener Einschätzung – „viel zu viel im Kopf hatte“. Diese Fülle an Gedanken spiegelte sich in seinen hyperrealistischen Werken wider, die in altmeisterlicher Akribie auf Holz entstanden. Als „Langsammaler“ nahm er sich für jedes Bild mindestens drei Monate Zeit – Raum für zahlreiche Ausstellungen blieb dabei kaum.
Seine letzte große Schau fand 2011 in den Wattener Kristallwelten statt. Seitdem widmete sich Käfer zurückgezogen in Schloss Büchsenhausen der Erschaffung seiner ganz eigenen, mystischen Bildwelten. Diese Welten – voller Symbolik, Magie und Geheimnisse – wurden 2022 in einer Monografie festgehalten, die unter der Federführung von Andreas Braun, gestaltet von Christina Jäger und ermöglicht durch Markus Langes-Swarovski entstand.
Käfers Bilder entführen den Betrachter in eine Welt, in der mystische Strömungen opulent zelebriert werden – ein künstlerisches Fest zwischen Surrealismus, Theatralik und kraftvoller Farbigkeit. Dabei blieb Käfer stets auf der Suche nach dem Licht, das selbst in seinen schwarz-weißen Werken erstaunlich lebendig erscheint.
Sein Geistesverwandter André Heller warnte in seinem Vorwort zur Monografie davor, sich vom Offensichtlichen täuschen zu lassen – denn: „Käfer ist jemand ganz anderer!!“
In seinen Werken stellte Karl Käfer mehr Fragen, als er Antworten auf die großen und ewigen Rätsel des Lebens gab. Seine Bilder – oft inspiriert von Hochgebirgslandschaften – waren eine fortwährende Suche nach einem Refugium für wandernde Seelen.
Mit dem Tod von Karl Käfer verliert die Kunstwelt einen Ausnahme-Maler, der es verstand, die Grenze zwischen Realität und Fantasie aufzulösen – und uns alle zum Staunen und Nachdenken brachte. 🌟
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