04/06/2026
„Was du verschwiegen hast, ist trotzdem da, war immer schon da. Das war Gift.“
Nina trauert um ihre Mutter, um die sie sich gekümmert hat, seit der Vater und ihre Schwester Katja die Familie verlassen haben. Sie ist Theaterschauspielerin, verliert ihre Stimme. Ihre Krankschreibung nutzt sie und reist nach Böhmen ins Riesengebirge, die Heimat ihrer Mutter und wird fündig, erlebt Versöhnung mit ihrer Schwester und dem Vater.
Ich wusste wenig über die Vertreibung der Sudetendeutschen, mit welcher Unmenschlichkeit auch hier Geschichte geschrieben wurde. Und dass es Menschen wie Přemysl Pitter und Olga Fierz gab, für die Menschlichkeit und Nächstenliebe keine leeren Worte waren.
Das Buch spielt in drei Zeitebenen:
1945, 1987 und in der Jetztzeit und hat mich sehr berührt.
Unbedingter Lesetipp für alle, die Familiengeschichten mit historischem Kontext mögen.