05/05/2025
Ganz wichtig! ☝️
Ich beobachte meine Pferde sehr viel während dem Fressen. Es ist nicht nur entspannend, sie beim Heu fressen zu sehen & hören, sondern es fällt einem direkt auf, wenn etwas anders ist als sonst...
Nach all den Reaktionen der letzten Tage war mir nochmal eines ganz klar:
Aufklärung endet nicht bei der Sektion.
Sie beginnt viel früher – im Alltag, am Stall, bei den kleinen Momenten.
Beim Füttern zum Beispiel.
Oder besser gesagt: Beim Fressen.
Ich geb dir mal was mit, das ich in der Beratung immer wieder erlebe:
Du kannst zwei Pferden exakt dasselbe Futter geben – und es läuft trotzdem völlig unterschiedlich.
Und weißt du was? In den meisten Fällen liegt’s nicht am Futter.
Sondern daran, wie das Pferd frisst.
Denn Fressen ist beim Pferd nicht nur „Fressen“.
Es ist Grundbedürfnis. Sicherheitsanzeiger. Stimmungstest.
Ein Pferd, das hektisch schlingt, Heu durch die Gegend wirft oder ständig schaut, ob jemand kommt, frisst nicht „gierig“.
Es zeigt, dass ihm etwas fehlt: Ruhe. Sicherheit. Struktur.
Dass Fressen eben kein entspannter Moment ist – sondern Stress. Konkurrenz. Alarmbereitschaft.
Andere Pferde sortieren. Kauen. Machen Pause. Selbst wenn’s eng ist.
Und du merkst: Die sind angekommen. Sind entspannt.
Deshalb frag ich oft in der Beratung zuerst:
„Wie frisst dein Pferd?“
Weil da viel mehr drin steckt, als man denkt.
Es geht nicht um richtig oder falsch.
Es geht ums Hinsehen.
Hat dein Pferd Zeit zum Fressen? Platz? Ruhe?
Oder eher nicht?
Manchmal verändert sich schon ganz viel,
wenn man nicht an der Ration dreht – sondern am Fressumfeld.
👉 Wenn du heute im Stall bist: Schau deinem Pferd mal wirklich zu.
Nicht was – sondern wie es frisst.
Ich bin gespannt, was dir auffällt.